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Letzte Änderung / Last update: 2026-Jul-10 Mikro-InhalationVorweg: Falls Sie es noch nicht bemerkt haben, ich bin kein Arzt, aber ein aufmerksamer Beobachter. Darin bin ich durch mein Physikstudium auch ein bisschen geübt. Hier also eine meiner Ideen aus jahrzehntelanger Praxis. Wenn die Nase zu ist, der Rachen kratzt, man also von einer Erkältung bedroht ist oder schon erkrankt ist, dann ist eine altbekannte Hilfe die [WP Inhalation]. Die löst dickeren Schleim auf, so dass man ihn abhusten oder ausschnäuzen kann; es weicht rau und damit hart gewordene Schleimhaut-Oberflächen auf. Und das lindert zumindest erheblich die Beschwerden und trägt wahrscheinlich auch zur Abheilung bei. Nun ist eine Inhalation aber nach herkömmlicher Machart aber doch eher aufwändig: Man braucht eine Schüssel mit heißem Wasser, ein größeres Handtuch zum Basteln einer Schwitzhöhle über der Schüssel, dazu je nach Belieben noch eine Batterie an ätherischen Ölen und anderen Essenzen, die man dem Wasser zusetzt, damit die Keimbekämpfung wie auch die Pflege der Schleimhäute weiter verstärkt wird. Und dann muss man sich eine ganze Weile darüber beugen und in dieser Atmosphäre tief durchatmen. Das hilft in der Tat. Aber ich bin halt faul, und diese ganze Prozedur ist mir zu umständlich. Das vor allem, wenn es mir sowieso schon schlecht geht und ich null Lust zu größeren Aktivitäten habe. Ok, im besten Fall hat man eine gute, liebende Seele um sich, die einem da hilft, aber die ist halt nicht immer da.
Mikro-VersionAlso worum geht es: Man muss heiße Wasserdämpfe um die Nase und am besten auch um die angrenzenden Hautpartien wabern lassen. Wenn ich normal die Zähne putze, verwende ich dabei u. a. einen herkömmlichen Zahnputzbecher. Diesen fülle ich mit heißem Wasser aus dem Warmwasserhahn. Zumindest in unserem Haus ist das schon so heiß, dass es kaum direkt trinkbar ist. Dann setze ich den Becher an den Mund, trinke aber nicht, sondern halte die Nase dicht über die Wasseroberfläche. Zuletzt atme ich durch die Nase tief ein und aus. Das ist alles. Man braucht kein Handtuch, weil man so nahe an der heißen Wasseroberfläche ist, dass der Dampf gar nicht woanders hin kann als an der Nase vorbei oder durch sie hindurch. Beim Ausatmen kann die Luft schlecht weg, wenn man nahe genug am Becher dran ist, und streicht dann heiß und feucht über die Wangen und das Äußere der Nase. Das Innere der Nase wird dabei wohl kaum wirklich erreicht, aber es fühlt sich für mich doch ein bisschen danach an. Danach fühlt sie sich jedenfalls ein wenig besser an. Null Kosten, null Risiko und wenigstens ein bisschen Hilfe.
Schnelle HilfeNeulich kam mir diese Technik auch wieder zupass. Morgens wache ich auf mit einem Schleimklumpen, der sich irgendwo im Hals verklebt hat. Man merkt das ja spätestens, wenn der Atem so komisch rasselt. Na ja, die simple Reaktion: husten, damit sich der Schleim löst und entsorgt werden kann, am besten durch Ausspucken. Man muss das ja schließlich loswerden, weil sich sonst alles drumrum entzünden könnte, Angina, Mandeln, alles das will man nicht haben. Bloß lässt sich der Schleim diesmal ums Verrecken nicht lösen. Am Ende greife ich zum Zahnputzbecher, lasse das warme Wasser so lange laufen, bis es richtig heiß wird. Dann setze ich den Becher wie oben beschrieben an die Lippen und atme tief durch, damit der heiße Wasserdampf alle Teile des Gaumens erreicht. Und siehe da, nach ein paar Sekunden lässt sich der Schleim lösen und abhusten. Kein Problem mehr. Und das im Handumdrehen mit einer so simplen Aktion.↑ Seitenanfang/Top of page / DSGVO, © Copyright Dr. Peter Kittel, Frankfurt/M, 2020, 2021, 2022, 2023, 2024, 2025, 2026 |